Stories We Love; Foto: Simon Hecht

Digitales Storytelling [Stories We Love im Interview]

Sören Böckmann und Anika Schäfer entwickeln ein Tool, digitales Storytelling einfach umzusetzen. Beim digitalen Storytelling geht es um die Erstellung von Geschichten, die wir lieben. Ins Englische übersetzt wurde dieses Ziel der Name ihres Start-ups: Stories We Love.

 

Simon: Hi ihr beiden, stellt euch doch mal kurz vor.

Sören: Mein Name ist Sören Böckmann. Ich habe bis Anfang des Jahres Medienwissenschaften hier in Bonn studiert. Gemeinsam mit Anika entwickle ich ein neues innovatives und digitales Storytelling Format.

Anika: Ich bin Anika Schäfer. Ich bin gerade am Ende meines Studiums der Medienwissenschaften in Bonn an der Uni und ich habe mit Sören Stories We Love gegründet.

 

Simon: Seit wann gibt es Stories We Love?

Sören: Offiziell gibt es unser Unternehmen seit Mai 2018. Aber so richtig gestartet sind wir in den letzten Wochen bzw. Monaten, seitdem wir das Gründerstipendium NRW bekommen haben. Und seit ca. vier Wochen sind wir jetzt im DIGITALHUB.

 

Simon: Wie würdet ihr Stories We Love mit einem Satz erklären?

Anika: Wir machen digitales Storytelling für jeden zugänglich.

 

Simon: Wie seid ihr auf die Idee zu Stories We Love gekommen?

Sören: Tatsächlich durch unser Studium. Weil es bei einem Uni-Projekt um Digital-Storytelling ging. Auf einer Plattform, die wir ursprünglich für Studenten entwickelt haben, konnten wir das schon mal ein bisschen ausprobieren.

Anika: Genau. Das Uniprojekt im Bereich online Medienpraxis haben wir dann ganz einfach weitergeführt. Irgendwann haben wir gemerkt, dass es Unternehmen gibt, die Interesse an digitalem Storytelling generell haben. Bisher haben damit nur ganz wenige etwas gemacht. Dann haben wir uns gesagt: >Wir probieren es einfach mal aus und gucken was wir damit erreichen können<.

Sören: Es ist ein Format, das bisher nur im Journalismus eingesetzt wurde. Wir haben es für unser Uni-Projekt genutzt. Darauf wurde dann eine Medienagentur in Bonn aufmerksam. Schöne Grüße an Kollaxo an dieser Stelle. Und diese haben dann mit uns zusammen ein erstes Projekt realisiert. Wir wollten das Ganze danach noch weiter ausbauen.

Anika: Übrigens hat uns Bonn.digital auch angesprochen, worüber wir uns gefreut haben.

 

Simon: Was habt ihr für ein Geschäftsmodell?

Sören: Wir sprechen zwei verschiedene Kundengruppen an. Wir haben zum einen Prosumer (Produzent/Konsument), die Stories auf unserer Plattform, die wir gerade entwickeln, produzieren. Zum anderen haben wir B2B Kunden, die davon profitieren, dass sie mit diesen digitalen Stories sehr cool ihre Produkte an eine junge Zielgruppe bzw. digital affine Zielgruppe ausspielen können. Für diese Kunden wiederum haben wir zum einen ein Tool, das sie selbst verwenden können, und zum anderen bieten wir auch die komplette Produktion digitaler Stories und Storytelling-Konzepte als Full Service an.

 

Simon: Und was ist euer USP?

Sören: Das ist diese neuartige Medienform, die über alle bisherigen Medienformen hinausgeht, weil eben Medien auf den Punkt miteinander verzahnt werden. Wo ich einen Videoinhalt brauche ist ein Videoinhalt, da wo ich einen Text brauche ist ein Text.

Anika: Es geht um die einfache Nutzung bzw. Erstellung von Stories. Dafür bauen wir ein Tool. Es gibt die sehr vereinfachten „Add-ons“ bei den sozialen Netzwerken wie Snapchat, Instagram und und und. Und die sehr komplizierten Sachen beim Journalismus. Irgendetwas dazwischen gibt es nicht wirklich. Wir sehen, dass die Prosumenten auch komplexe Inhalte herstellen können und wir wollen zwischen einfach und komplex eine Brücke bauen. Es soll nicht nur ein digitales Tagebuch werden, wie zum Beispiel auf Instagram.

 

Simon: Welche Zielgruppe habt ihr fokussiert?

Sören: Wir haben da eher eine jüngere Zielgruppe anvisiert. Aber eigentlich alle die digital affin unterwegs sind.

Anika: Und unser B2B Service richtet sich an Unternehmen, die sich digital in Szene setzen wollen.

 

Simon: Wie standardisiert oder individuell ist euer Produkt?

Sören: Der Kunde individualisiert so gesehen alles selbst, weil er entscheiden kann, welche Inhalte er wie einstellen will. Das ist genau der Vorteil bei uns. Er kann genau das umsetzen, was ihm vorschwebt.

 

Simon: Wie verdient ihr mit Stories We Love?

Anika: Wir verkaufen zum einen unser Tool an Unternehmen und zum anderen produzieren wir auch Inhalte für unsere B2B Kunden selbst.

 

Simon: Natürlich interessiert mich noch, wie ihr zum Hub gekommen seid.

Sören: Sascha Foerster von Bonn.digital hatte uns den Hub empfohlen. Schon bevor wir überhaupt an das Gründerstipendium gedacht haben. Letzten Endes sind wir aber durch das Gründerstipendium zum Hub gekommen.

Anika: Den Hub kannten wir auch schon vom SUMMER SLAM Festival. Dort haben wir uns die vielen spannenden Start-ups angesehen. Es war sehr inspirierend.

 

Simon: Danke für das Interview.

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