Eine passende Start-up Website aufbauen

Eine passende Start-up Website aufbauen

Der Grundpfeiler einer Internetpräsenz ist die professionelle Website. Insbesondere für ein neues Start-up kann dieser Onlineauftritt meistens die erste Anlaufstelle für potentielle Kunden, Investoren und Banken sein. Hier zeigen wir dir, womit du am besten deine eigene Website erstellen kannst.

Klären wir zunächst einmal welche unterschiedliche Methoden dir zum Erstellen einer eigenen Website zur Verfügung stehen. Erstens gibt es das Homepage-Baukastensystem (einfach). Zweitens das Content Management System (mittelschwer). Und drittens die Selbstprogrammierung (sehr komplex). Am Ende solltest DU entscheiden, welche Variante für dich am sinnvollsten ist. Then let’s start!

Homepage-Baukastensysteme: What you see is what you get! (WYSIWYG)

Beginnen wir mit der ersten und einfachsten Alternative der Website-Erstellung: Homepage-Baukastensysteme. Besonders für Einsteiger ohne technische Vorkenntnisse ist dieses „All-Inclusive-Paket“ hervorragend.

Nach dem WYSIWYG-Prinzip kannst du ganz ohne Programmierkenntnisse dein Wunsch-Design auswählen, Bilder und Texte einfügen und mit wenigen Klicks deine Website online stellen. Sicherheits- oder Feature-Updates werden vom Anbieter vorgenommen und falls Fragen zur Erstellung oder Pflege der eigenen Website entstehen, bekommt man jederzeit Support.

Aber da wo Licht brennt, ist natürlich auch Schatten. Das gilt ebenfalls für Homepage-Baukastensysteme. Man ist beispielsweise insgesamt unflexibler, weil man auf einen Anbieter angewiesen ist. Des Weiteren können vorhandene Layouts nicht groß geändert werden. Es soll aber nicht heißen, dass Homepage-Baukastensysteme unbrauchbar und nur für Anfänger interessant sind. Es gibt zahlreiche Unternehmen und auch Start-ups, die solche Homepage-Baukästen bevorzugen und damit sehr zufrieden sind.

Führende Baukästen im Überblick

Es gibt unzählige Website-Baukasten Anbieter. Diese bieten den großen Vorteil, dass Fertiglösungen – aus einer Hand  – in einem Gesamtpaket angeboten werden. Das „All-Inclusive-Paket“ beinhaltet folgende Bausteine: Webspace, Domain, Hosting und Server-Anwendungen.

Wir haben dir die vier führenden Homepage-Baukastensysteme mit einigen Eigenschaften aufgelistet:

1. WIX.com

wix Logo

Top ausgestatteter Editor
+ App Market für Erweiterungen
Wechsel der Template ist eingeschränkt
Kein Zugriff auf Quellcode

→ Preis pro Monat: 0 bis 24,50 €
Monatliche Besucher: 60,200,000

Über die letzten Jahre ist Wix international zu einem der größten Homepage-Baukästen herangewachsen. Wix basiert auf dem Freemium-Modell und ist deshalb in der Basisversion kostenlos. Eine eigene Domain ist jedoch erst ab dem Premium-Tarif  (kostenpflichtig) erhältlich.

Die Designs vermitteln einen professionellen Eindruck und sind von modern bis hin zu klassisch ein Hingucker. Für die perfekt Suchmaschinen-Optimierung kann Seitentitel, Meta-Descriptions und weitere relevante Dinge individuell eingeben werden. Eine eigene Domain ist jedoch erst ab dem Premium-Tarif erhältlich.

 

2. JIMDO

jimdo-logo

+ Sehr leichte Bedienung
Personalisierte Design Vorschläge
– Nur E-Mail Support
Hochpreisiger Business-Tartif

→ Preis pro Monat: 0 bis 35 €
→ Monatliche Besucher: 67,100,000

Jimdo wurde ursprünglich in Deutschland (Hamburg) gegründet und zählt sicherlich zu den Top 10 Tools zum Erstellen von Websites. Denn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt benutzen mittlerweile Jimdo. Das liegt zum einen daran, dass es gut durchdacht ist und zum anderen eine Menge nützlicher Funktionen für die Entwicklung von Online-Shops oder Blogs bietet.

Das Tool ist sehr leicht zu bedienen und hat folglich eine riesige Jimdo-User Community im deutschsprachigen Raum. Das Preis-/Leistungsverhältnis des Homepage-Baukastens ist unseres Erachtens eines der besten.

3. GoDaddy

godaddy-logo
+ Smartphone-optimierte Layouts
Benutzerfreundlich
Kein App-Store
Blog bietet wenig Funktion

→ Preis pro Monat: 1 bis 14,99 €
→ Monatliche Besucher: 94,500,000

Die Hauptziele des GoDaddy Unternehmens sind der Verkauf von Domain-Namen, die Bereitstellung von Hosting-Diensten und das Anbieten von Lösungen zur Erstellung von Websites. Im Gegensatz zu anderen Homepage-Baukasten fehlen einige Standard-Features komplett. Ein Beispiel dafür ist der schlicht gehaltene Blog. Es ist nicht möglich, verschiedene Autoren, Videos oder Tags hinzuzufügen.

Folgende Funktionen holen jedoch auf: Eine integrierte Newsletter-Lösung für das E-Mail-Marketing, die Einbindung einer Fotogalerie, das Trecken der Besucherstatistik mit Google Analytics und das Hinzufügen von Google AdSense.

4. DomainFactory

Domain-Factory-Homepage-Baukasten

+ Große E-Mail-Postfächer möglich
+ Sehr gut für mehrsprachige Websites
Häufige Serverausfälle (schlechter Support)
Einstiegstarif enthält Werbung

DomainFactory wurde bereits im Jahr 2000 in Hamburg gegründet und verwaltet nach eigenen Angaben heute mehr als 1,3 Millionen Domains für über 200.000 Kunden. Neben Domains bietet der Anbieter aber auch ein Homepage-Baukastensystem, Webhosting-Pakete und eben auch Managed Server, auf denen sich WordPress einfach installieren lässt.

Der Editor ist an sich sehr logisch aufgebaut und die Designs sehen zwar insgesamt gut aus, aber im Vergleich mit dem Original aus den USA fehlen die jeweils neuesten Templates.

Website mit einem Content-Management-System (CMS) erstellen

Die zweite und mittelschwere Variante der Website-Erstellung ist das Content-Management-System (CMS). Die deutsche Übersetzung lautet Inhaltsverwaltungssystem. Unter Freiberuflern und insbesondere bei Start-ups ist das CMS sehr beliebt. Solltest du dich für eine CMS-Lösung entscheiden, hast du die Auswahl zwischen diversen Programmen. Die meistgenutzten und bekanntesten sind TYPO3, WordPress, Neos, Contao und Joomla. Mit ein paar Klicks lässt sich jedes Programm ohne jeglichen Aufwand installieren und einrichten. Sogar als Einsteiger kann eine Website bequem erstellt und verwaltet werden. Bist du aber fortgeschrittener oder sogar Profi und möchtest tiefer einsteigen, kannst du auch die Möglichkeiten des jeweiligen Systems erweitern.

Eine grundlegende Eigenschaft von CMS-Lösungen ist, dass mehrere Personen parallel an einer Website arbeiten können. Dementsprechend legt man mehrere Nutzerprofile an und stattet diese mit gewünschten Nutzerrechten aus.

Als Beispiel stellen wir dir zwei verschiedene Programme mit einigen Eigenschaften vor:

1. WordPress

WordPress-logotype-standard
+ Open Source Lösung
+ gutes Ranking bei Google
– nicht für jedes Webprojekt geeignet
 Wegen Hackerangriffen Updates nötig

→ Gesamtdownloads: 1.200.000.000
→ Domain: 0-20 US Dollar/Jahr

WordPress startete zwar als Blogsoftware, doch die Open Source Anwendung ist mittlerweile so mächtig, dass man sie locker auch als CMS (Content Management System) nutzen kann. Täglich entstehen circa 500 neue WordPress-Webseiten. Genau 30 Prozent aller Websites, die veröffentlicht wurden, sind tatsächlich WordPress-Seiten.

Dank seiner einfachen Handhabung können auch Einsteiger WordPress leicht bedienen. Darüber hinaus bietet WordPress mit seinem Plugin-System und den konfigurierbaren Themes eine einfache, aber ebenso mächtige Möglichkeit, ganz andere Webseiten als Blogs zu bauen. Ein Beispiel für genau 46,593 WordPress Themes und  Website Templates ist die beliebte Seite envatomarket.

2. NEOS

NEOS CMS
Echter WYSIWYG-Editor
Keine PHP-Kenntnisse notwendig, um komplexe Seiten zu bauen
 Einarbeitungszeit für Neueinsteiger relativ hoch
 Großer Funktionsumfang von Neos stellt professionelle Ansprüche an das Hosting

Die Entwicklung des Neos CMS startete 2006, ursprünglich gedacht als Nachfolger von TYPO3. Seit 2015 ist Neos ein komplett eigenständiges Projekt, als erkannt wurde, dass es auf Grund seiner neuen Architektur ein völlig neues System ist – kein Nachfolger. Heute setzen immer mehr Unternehmen Neos im Marketing, aber auch für große Applikationen und Shops ein, da sich das System durch seine Performanz und hohe Flexibilität auszeichnet. Redaktionen schätzen das konsequente Inline-Editing der Inhalte.

Von Beginn an hat sich Neos das Ziel gesetzt, für die redaktionellen Benutzer die Arbeit an Inhalten so einfach wie irgend möglich zu machen. So setzt das System z. B. auf das Inline-Editing: Änderungen werden direkt im Layout der Webseite vorgenommen und sind dort direkt sichtbar. (Quelle: cms-garden.org)

Falls du wissen möchtest, welche weitere Programme von Start-ups am meisten genutzt werden, kannst du dir diese Seite anschauen!

Selbstprogrammierung: Alles aus eigener Hand

Kommen wir auch schon zur letzten und komplexeren Alternative: Die Selbstprogrammierung. Wir bezeichnen diese Option als sehr komplex, weil es umfassende Kenntnisse in Web-Programmiersprache wie HTML und CSS erfordert. Schließlich programmiert man die Website von Grund auf neu – anders formuliert “von Hand“. Das ist aber eher was für Experten mit guten Programmierkenntnissen. Wer diese Kenntnisse aufweist und eine absolute Freiheit bei der Gestaltung der Website braucht, kann durchaus diesen Weg gehen.

Allerdings gibt es da noch einige Bausteine, die bei einer Website nicht fehlen dürfen. Diese solltest du noch zusätzlich aufsetzten und einrichten. Theoretisch könntest du auch jeden einzelnen dieser Bausteine von unterschiedlichen Firmen beziehen. Wir möchten nur ganz grob auf die Bausteine eingehen – weitere Details findest du hier.

Damit die programmierte Website an einem “Ort“ gespeichert wird, benötigt man einen Webspace (Speicherplatz im Netz). Es ist sozusagen die Festplatte, die die Inhalte der Website im Internet bereitstellt. Des Weiteren benötigst du für die Erstellung deiner Website eine Domain. Es ist der weltweit eindeutige Name einer Website. Und zu guter letzt brauchst du ein paar Server-Anwendungen, wie beispielsweise ein Webserver, eine Datenbank und für den professionellen Auftritt: eine E-Mail-Adresse unter der eigenen Domain. All diese Bausteine werden unter dem Begriff „Webhosting“ (=Bereitstellung von Speicherplatz im Internet und das Ablegen von Internetseiten auf dem Server eines Internet Service Providers ) von Hosting-Anbietern zur Verfügung gestellt.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Hosting Anbietern. Die zehn größten Hoster sind: 1&1, STRATO, Hetzner, Host Europe, All-Ink.com, Mittwald, Alfahosting, Plus Server, Vautron Rechenzentrum AG und 1blu.

Auf folgende drei beliebtesten Webhoster möchten wir kurz eingehen:

  1. 1&1 IONOS

1and1-ionos-logo

Einrichtung sehr zugänglich auch für Einsteiger
Homepage Baukasten inbegriffen
– Kein integrierter Blog
– E-Mail Postfächer auf 2 GB begrenzt

Der Hoster 1&1 (ehemals MyWebsite, ehemals Do it yourself Homepage) hat den deutlich größten Marktanteil hinsichtlich der Kunden. Ein wesentlicher Grund dafür ist das breite Angebotsspektrum, wie beispielsweise günstige Hosting-Tarife, Online-Shop-Lösungen, der Website-Baukasten und die Server-Angebote. Die Preise für ein Webhosting inklusive persönlicher Berater belaufen sich laut 1&1-Angaben zwischen 1,-€/Mon. bis 8,-€/Mon.

Laute etlicher Kundenmeinungen sei der Kundensupport relativ schnell und kompetent. Auch loben die User die leichte Bedienung der Nutzeroberfläche sowie die einfache Erstellung von Websites. Darüber hinaus sind viele Nutzer positiv überrascht von den Leistungen, die im Vergleich für günstige Preise zu erhalten sind.

2. STRATO

Strato Hosting

+ Kostenlose Nutzung für sechs Monate
+ Einfache Bedienung
– Langsame Ladezeit
– Zum Teil sehr schlechte Erreichbarkeit

Strato hat über zwei Millionen Kundenverträge und circa vier Millionen gehostete Domains. Kunden sind vor allem von dem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis begeistert, da die einzelnen Pakete eine Vielzahl an Funktionen enthalten. Zudem loben zahlreiche Kunden den Homepage-Baukasten und dessen leicht verständliche Handhabung – selbst Laien könnten mit diesem Tool problemlos eine Website aufbauen.

3. Hetzner

Hetzner Hosting Website Domain
+30 Tage Vertragslaufzeit
umfangreiche Einstellungs-Möglichkeiten
– Langsame Ladezeit
– Wenig kundenfreundlich

Hetzner ist nicht nur einer der größten Webhoster in Deutschland sondern auch eines der größten Rechenzentren in Deutschland. Hetzner ist bekannt für seine vergleichsweise preiswerten dezidierten Servern und wird dort insbesondere von professionellen Anwendern verwendet. Hetzner’s Portfolio reicht von Kleinstlösungen, dem „Webhosting Level 1“ für monatliche 1,90 € bis zum „Level 19“ Premiumpaket. Dazu erweist sich der Anbieter aber als äußert flexibel was Sonderwünsche von Kunden anbelangt. Wer sich für einen großen Hoster, der sich allerdings eher auf Business-Kunden spezialisiert hat, interessiert, sollte sich Hetzner genauer anschauen.

Im nächsten Beitrag der Serie werden wir uns detaillierter mit dem Thema „Social Media“ und die dazugehörigen Tools befassen!

 

Aussagen des Autors geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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