Armin und Boris beim Summer Slam

Hadoco – Predictive Analytics für KMU

Die Hadoco GmbH bietet eine verhaltensbasierte Analyse und Segmentierung von Kunden an. In einem Portal in der Cloud können Unternehmen das Konsumverhalten ihrer Kunden mit Technologien aus dem Bereich Big Data, Data Science und Machine Learning auswerten und Prognosen für die Zukunft ableiten. Was früher nur für die Großen erschwinglich war, hilft nun auch KMUs, im Wettbewerb besser zu bestehen.

Kunden aus der Konsumgüterindustrie

Hadoco betreut Unternehmen aus unterschiedlichsten Märkten. Der größte Mehrwert entsteht dort, wo der Wettbewerb am größten ist, der Konsumgüterindustrie. Viele Kunden des Unternehmens kommen daher aus dem Handel.

Gerade diese Branche hat es schwer: Große Online-Händler oder Discounter drücken auf die Margen und das Kundenverhalten wird zusehends volatiler. Gleichzeitig entstehen jedoch neue Analysetechniken, die eine Vorhersage des Kundenverhaltens ermöglichen, wenn man sie richtig einsetzt. Experten bezeichnen diese Techniken, die mithilfe von künstlicher Intelligenz Muster im Kundenverhalten erkennen und vorhersagen können, als „Predictive Analytics“.

Unternehmenserfolg hängt an der Datenqualität

Armin Hagemeier

Armin Hagemeier

„Jemand der Dinge sammelt aber nie verwendet, wird schnell ‚Messi‘ genannt. Viele Unternehmen tun genau das gleiche mit Informationen.“ Damit möchte Hadoco-Geschäftsführer Armin Hagemeier nicht sagen, dass das Sammeln unsinnig ist, nur, dass es bewusst geschehen muss. Predictive Analytics funktioniert umso besser, je höher die Datenqualität ist. Doch gerade daran hapert es. Theoretisch bieten ERP- und CRM-Systeme die Möglichkeit, eine Vielzahl von Informationen zu speichern. Unter Unternehmen gibt es häufig zwei Stereotypen: Die einen, die alte Datenstrukturen nicht hinterfragen aber tapfer sammeln und niemals verwenden und die anderen, die Daten entweder gar nicht oder nur sehr lückenhaft pflegen.

So halten Unternehmer Personen, die seit Monaten nichts mehr in ihrem Geschäft gekauft haben, immer noch für Top-Kunden. Auf der anderen Seite fallen neue Kunden durchs Raster, weil Potenziale nicht schnell genug erkannt werden. Wie sollen Unternehmen mit hunderten oder tausenden Kunden den Überblick behalten? Wie soll der Vertrieb immer up-to-date sein und wissen welcher Kunde gefährdet ist? Wie können Firmen ihr Geschäftsmodell auf einen Markt ausrichten, dessen Verhalten sie gar nicht kennen – zumal, wenn dieser Markt permanent in Bewegung ist?

Boris Donchev

Boris Donchev

Hadoco-Geschäftsführer Armin Hagemeier erläutert: „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Unternehmenserfolg nicht mehr nur davon abhängt wie gut das Produkt ist. Wie man seine Daten pflegt und nutzt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sind die Informationen, auf denen mein Geschäftsmodell basiert, überhaupt richtig berechnet? Wenn ja, kann das mehr Umsatz bringen oder die Abwanderung schnell um 30 Prozent reduziert werden!“

Bei einem Analyseprojekt, so Hagemeier weiter, würden fast 80 Prozent der Zeit darauf verwendet, die Daten glattzuziehen. Denn die Ergebnisse einer Analyse könnten nur so gut sein, wie das Datenmaterial, auf dem sie basiert. „Shit in, shit out“, resümiert Hagemeier mit einem Augenzwinkern.

Prinz Charles und Ozzie Osborne soziodemographische Zwillinge

Das Münsteraner Unternehmen weiß aus Erfahrung, dass Transaktionsdaten meist die einzige zuverlässige Quelle sind.

Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Erstens sind diese Daten garantiert korrekt und vollständig, aus dem schlichten Grund, dass sie erhoben werden müssen, schon für die Finanzbuchhaltung und das Reporting.
  • Zweitens taugt die beliebte Stammdatenanalyse in Wirklichkeit nicht zur Segmentierung von Kunden. Diese würde zum Beispiel Prinz Charles und den Prince of Darkness, Ozzie Osborne in dasselbe Segment packen. Beide sind Prinzen, Männer, erfolgreich, wohlhabend, Briten, verheiratet, haben Kinder im gleichen Alter und machen gerne Urlaub in den Alpen. Also müssen sie doch wohl dasselbe Konsumverhalten an den Tag legen. Oder?

Prädiktive Analyse Maschine

Hadoco hat eine „Prädiktive Analyse Maschine“ (PAM) entwickelt, die über ein SaaS-Modell, das heißt Cloud-basiert, Abwanderungsanalyse, verhaltensbasierte Kundensegmentierung und Nachfrageprognosen (Demand Forecasting) für KMU verfügbar macht.

Durch die Analyse von Transaktionsdaten aus vergangenen Käufen wird es möglich, homogene Segmente zu bilden. Der Vorteil: Kunden mit ähnlichem Konsumverhalten können durch individuelle Marketingmaßnamen besser angesprochen werden. Händler können beobachten, wie der Kunde durch die Segmente wandert und ihre Maßnahmen entsprechend bewerten und optimieren.

Die Analysen über die Plattform von Hadoco sind automatisiert. Der Kunde kann sich einloggen, seine Transaktionsdaten hochladen, die Daten werden analysiert und alles wird in einem ansprechenden Cockpit-Dashboard visualisiert. Der Trick dabei: Werden die Formatvorgaben eingehalten, sind die folgenden Prozesse standardisiert und automatisiert. Damit entfällt für Hadoco 80 Prozent des Arbeitsaufwands und das geben sie an den Kunden weiter. Dies macht Predictive Analytics auch für kleinere Unternehmen erschwinglich.

Comments are closed.