Ideenlabor der Postbank zu Gast im Hub

Am 14. März stellten Kathrin Spindler und Martin Brings das Postbank Ideenlabor im Digital Hub Bonn vor. Zwei Ziele hatte die Veranstaltung: Die Postbank suchte von unseren Gründern Input, wie sie dieses Angebot noch besser auf junge, digitale Startups ausrichten kann. Und die anwesenden Startups erfuhren von einem attraktiven Service, den die Postbank für sie zur Verfügung stellt. So konnten alle bei dem Event nur gewinnen.

Was ist das Ideenlabor?

Die Postbank bezeichnet ihr Ideenlabor als „Mitmach-Plattform“. Ideen werden einer Community vorgelegt und diese gibt Input, wie sie die Ideen findet.

Die Postbank hat im Laufe der Zeit stolze 11.500 User in ihrer Community versammelt. Die Mitglieder sind zum größten Teil Kunden, aber auch Mitarbeiter und Externe. Was diese Community vereint, ist der Wunsch, mitzugestalten. Ursprünglich fokussierte man sich auf innovative Ideen aus dem Banking- und Fintech-Sektor, dann ging es darum, die Digital-Angebote der Postbank nach den Wünschen der User zu optimieren. Aber mittlerweile testen Martin Brings und sein Team auch andere pfiffige Innovationen.

Großen Wert legt Brings auf die Tatsache, dass im Ideenlabor keine gelenkte Marktforschung stattfindet. Die Umfrage-Ergebnisse, der Input und das Feedback der Community sind ungefiltert und authentisch.

Proof of Concept

Startups können eine Idee oder ein Geschäftsmodell mithilfe des Postbank-Ideenlabors verproben. Dazu wurden mehrere Projektarten entwickelt.

Brainstorming

Bei einem Brainstorming wird ein Forum gebildet, um zu testen, wie eine Idee in der Community ankommt. Dazu wird diese kurz erläutert und der Community zur Diskussion gestellt. Im Verlauf der meist zweiwöchigen Projektlaufzeit kommen so nicht nur positive und kritische Kommentierungen zusammen, es ergeben sich in der Regel auch neue Denkansätze und Ergänzungen zur Ausgangsidee. Beim Auswerten der Kommentare entsteht ein Meinungsbild über die Marktgängigkeit des Produktes oder Services.

Umfrage mittels Fragebogen

Zusammen mit dem Ideengeber entwickelt das Ideenlabor einen Fragebogen, um Feedback bei der Community einzuholen.

Der Vorteil ist, dass die User ihre unterschiedlichen Perspektiven einbringen. Das Geschäftsmodell wird auf diese Weise validiert und die Akzeptanz des Produkts am Markt getestet.

Prototypentest

Wenn ihr eine App oder Software entwickelt, erstellt ihr zunächst einen Prototyp oder ein Minimum Viable Product (MVP). Die Usability testet ihr am Markt, indem ihr die App von der Community beurteilen lasst.

Anschließend könnt ihr den Feinschliff vornehmen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess etablieren.

Ablauf einer Umfrage

Bei einer Umfrage wirken die Fachseite – also ihr – und das Ideenlabor zusammen. Über mehrere Stufen entwickelt ihr gemeinsam das Operating Model von der Idee bis hin zur Auswertung.

Von der Community erhaltet Ihr entsprechendes Feedback. Die Antwortquote bei solchen Umfragen ist hoch: Sie beträgt in der Regel 250 bis 500 Rückläufer.

Das Ideenlabor hilft euch im Anschluss, die Zahlen besser zu verstehen. So könnt ihr Fehlinterpretationen vermeiden. Experten setzen sich mit euch zusammen und überlegen, was die Ergebnisse für euch bedeuten und was ihr ändern solltet, um besser zu werden.

Eventuell können weitere Befragungen erfolgen, die mehr in die Tiefe und ins Detail eures Geschäftsmodells gehen, indem sie spezifische Aspekte abprüfen.

Weitere Vorteile

Neben der Verprobung eures Geschäftsmodells hat die Teilnahme am Ideenlabor noch weitere Vorteile. Angenehm für Gründer: Das Ideenlabor fungiert als ein Single Point of Contact für das gesamte Servicepaket, das die Postbank für Startups bereithält.

Multiplikatorwirkung

Die Umfragen haben für Startups den charmanten Nebeneffekt, dass sie euer Produkt bekannt machen. Die Mitglieder der Community wirken als Multiplikatoren, die andere auf euch aufmerksam machen.

Digifactory in Frankfurt

Wenn eure Entwicklung für die Postbank interessant ist, aber nicht direkt „auf die Community losgelassen“ werden soll, besteht auch die Möglichkeit, dass ihr vom Ideenlabor an die Digifactory der Postbank weitergeleitet werdet. Dort könnt ihr noch mehr Förderung und Unterstützung erhalten.

Kontakt zu Corporates

Die Postbank kann eure Idee ausgewählten Geschäftskunden unterbreiten. So bekommt ihr bei B2B-Entwicklungen ein Feedback aus der Wirtschaft. Und eventuell entstehen daraus auch Kontakte zu Investoren oder Interessenten unter den Geschäftskunden der Postbank.

Segmentierung nicht immer sinnvoll

Die Präsentation von Martin Brings wurde von unseren Startups aufmerksam verfolgt. In der anschließenden Diskussion kam der Wunsch auf, die User etwa nach Alter, Beruf oder anderen relevanten Kriterien segmentieren zu können.

Das bedeutet, dass eine Idee oder Umfrage nur ausgewählten Usern freigegeben wird, um von der eigenen Zielgruppe Feedback einzuholen.

Allerdings hat es Vorteile, immer die gesamte Community einzubinden: Da wäre zuerst der Marketing-Effekt, denn jedes Community-Mitglied ist ein Multiplikator. Zweitens können auch User Interesse signalisieren, die ihr als Zielkunden noch gar nicht im Blick hattet. Diese Aspekte sprechen eher dafür, ein möglichst breites Publikum um Feedback zu bitten.

Fazit

Das Ideenlabor der Postbank ermöglicht euch, eure Geschäftsidee zu validieren. Ein Pool von 11.500 Nutzern steht bereit, um Votings abzugeben, Fragen zu beantworten und die Usability eures Produkts zu testen.

Die Experten vom Ideenlabor helfen euch, euer Projekt auf den Weg zu bringen und das Feedback, das ihr erhaltet, richtig zu interpretieren.

Auf die Weise kommt ihr zu wertvollem Feedback, ob eure Idee vom Markt angenommen wird und was ihr verbessern könnt oder solltet. Und die Postbank erfährt von neuen Ideen und Geschäftsmodellen, die für ihre Branche interessant sein könnten. Ein klassisches Win-Win.

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