NRW Hub-Battle mit Moderatoren und Jury auf der Bühne in Duisburg

NRW Hub-Battle, Klappe, die Zweite!

Dieses Jahr sollte alles besser werden! Und wisst Ihr was? Es wurde besser. Am 28. März war es endlich wieder so weit. Die 14 Startups aus Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münsterland, Ruhrgebiet und OWL, Unterstützer und Interessierte pilgerten nach Duisburg. Warum? Weil dort der zweite NRW Hub-Battle ausgetragen wurde und der begehrte Titel „NRW Startup Champion“ einem der 14 Startups winkte. Voller Freude machten wir uns auf den Weg. Und dann … steckten alle im NRW-typischen Stau! Irgendwann erreichten wir und die anderen mit ein bisschen Verspätung die Location.

Raue Ziegelwände, massive Röhren, Maschinen, Pumpen und Kompressoren, bunt angestrahlt und eindrucksvoll inszeniert. So wurden wir vom Gebläsehallenkomplex im Landschaftspark Duisburg-Nord empfangen. Diese denkmalgeschützte Industrie-Architektur zeugt von einer Epoche, als das Ruhrgebiet noch blablabla … aber wen interessiert schon Architektur, wenn es an diesem Abend um Startups geht. Wirklich beeindruckend war die Atmosphäre, die von den gutgelaunten Gästen ausging. Die Düsseldorfer z. B. tauchten schon vor der Siegerehrung selbstgekrönt auf, das Ruhrgebiet war sich seines Potentials sicher und zeigten dies mit dem Slogan „Made with POTTential“ und wir hatten irgendwie Tröten dabei. Im Auto. Wir wollten nicht schon wieder übertreiben.

Make it or break it in drei Minuten

Gegen 18 Uhr stand das erste Startup auf der Bühne. Jedes Startup hatte drei Minuten für einen überzeugenden Pitch und drei Minuten, um sich den Fragen der Jury zu stellen. Schnelligkeit, Überzeugungskraft, Showmaster-Qualitäten und natürlich das Geschäftskonzept mussten überzeugen. Nach Ablauf der drei Minuten rastete das Publikum mit lautem Johlen aus und beendete den jeweiligen Pitch. Das sorgte für Stimmung.

Beim NWR Hub-Battle entscheidet zur Hälfte das Publikum. Die angereisten Unterstützer durften ihre Stimmen allerdings nicht den eigenen Startups aus geben, sondern mussten sich zwischen den 12 anderen entscheiden. Gar nicht so leicht! Die andere Hälfte der Punkte wurde von der Jury vergeben bestehend aus Christoph Büth von der NRW.Bank, Dr. Alex von Frankenberg vom High-Tech Gründerfonds, Mark Ufer von KPMG und Franziska Wetzel von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom.

Den Auftakt-Pitch lieferten Lena und Christiane aus Düsseldorf. Sie hatten mit ihrem Startup innoVIVA einen Atemtester entwickelt. Das Gerät ermittelt deinen Gesundheitszustand und kann auch Bluttests ersetzen – ganz ohne Piksen, Verblutungsgefahr und Sauerei. Das Produkt soll zunächst für Individualsportler gelauncht werden und später auch für die medizinische Diagnostik.

billyard macht den dritten Platz

Die Letzten werden „fast“ die Ersten sein. Denn billyard musste als letztes Startup an diesem Abend überzeugen. Die Idee ist so einfach wie genial: Staatliche Essenszuschüsse zur Mitarbeiterbindung nutzen und Essenskosten halbieren – ohne irgendwelche Kosten für den Arbeitgeber. Für den Arbeitnehmer heißt das: Kassenbelegt fotografieren, bestätigen und jeden Monat mehr Gehalt auf dem Konto. Auf die Frage der Jury – „Eure App klingt so gut und einfach. Gibt es irgendeinen Haken bei Euch?“ – konnte Werner mit der Antwort – „Es gibt einfach keinen Haken!“ – überzeugen. Das ist doch mal eine Ansage. Am Ende schaffte es billyard auf den dritten Platz. Und unser zweiter Kandidat DESKCLOUD belegte Platz vier. Wir als Hubteam haben uns riesig darüber gefreut!

Vizechampion wurde das Startup, welches für mehr Gerechtigkeit in Unternehmen eintritt. Lara von Petersdorff-Campen stellt mit der App Lytt einen digitalen Assistenten vor, um den ersten Schritt zu gehen und schwierige Themen anonym und sicher anzusprechen. Manchmal kommt es am Arbeitsplatz zu Situationen, über die man ungern spricht. Aber nur wer den Dialog sucht kann etwas verändern. Es geht um Fehlverhalten in Unternehmen. Menschen werden diskriminiert und keinen interessiert es oder es wird totgeschwiegen. Das darf nicht sein! Darum ist Lytt mehrfach ausgezeichnet worden. Zu den Förderern gehören unter anderem das Bunderministerium für Wirtschaft und Energie und Frau Christine Lüders, die ehemalige Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

clevabit ist NRW Startup Champion

Wie wird man eigentlich NRW Hub-Battle Startup Champion? Du zeigst dem Publikum süße Tierbilder von Ferkeln. Tierbilder gehen immer. Ist das so einfach? Mal überlegen! Dann hätten DESKCLOUD einfach einen Welpen im Coworking zeigen können. Hmmm hätte hätte … aber jetzt mal ehrlich.

Tierhaltung und Tierwohl sind total wichtig! 1,8 Millionen Ferkel weniger würden verenden, wenn clevabit konsequent eingesetzt würde. Es handelt sich dabei um eine digitale Lösung für die Landwirtschaft, insbesondere die Tierhaltung. clevabit prüft über Sensoren die Haltungsbedingungen des Viehs und sendet die Ergebnisse an eine Smartphone App. Das gibt Landwirten eine einfache Möglichkeit, bessere Bedingungen für ihre Tiere zu schaffen. Es spart Tierarzt- und Betriebskosten und vor allem: Es ist gut für die Tiere!!!

Das ist Innovation, die die Jury und das Publikum überzeugt. Glückwunsch zu der tollen Idee und dem gekonnt Pitch. Das Preisgeld von 5.000 Euro haben sich die Münsterländer echt verdient. Strahlend überreichte der sichtlich begeisterte Schirmherr Andreas Pinkwart den glücklichen Siegern den Pokal.

NRW hat eine blühende und vielfältige Startup-Landschaft und Berlin zu Recht den Rang abgelaufen. Das hat der NRW Hub-Battle wieder eindrucksvoll gezeigt. Die Digitalen Hubs haben eine Reihe genialer Jungunternehmer mit viel Potenzial. Und dieses ist nicht unbemerkt geblieben. Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart verkündete, dass die Förderung verlängert und sogar erhöht worden ist. Das sind richtig gute Nachrichten. Danke für diesen tollen Abend!

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