Team Startupzoom; Foto: Simon Hecht

Start-up Engagement Prozess [Startupzoom im Interview]

Startupzoom unterstützt und optimiert durch ein innovatives Innovation Intelligence Tool den gesamten Engagement Prozess, vom Scoping bis zum Projekt. Seit wann es dieses Start-up gibt und wie der Geschäftsführer Lukas Strniste auf die Idee gekommen ist, verrät er uns in diesem Interview.

 

Simon: Wann seid ihr mit Startupzoom gestartet?

Lukas: Im Grunde genommen sind wir mit Startupzoom bereits 2013 gestartet. Das ursprüngliche Geschäftsmodell war auf Market/Desktop Research, Start-ups und neue Technologien ausgerichtet. Wir haben für Großkonzerne und Mittelstand die Entwicklung von Märkten im Hinblick auf Innovation beobachtet. Relevante Start-ups und Geschäftsmodelle identifiziert und auf strategischen Fit analysiert. Seit 2018 streben wir einen Neustart an und wandeln uns in ein Software as a Service Unternehmen. Wir digitalisieren und automatisieren unsere Kompetenzen und Prozesse und setzen zukünftig den Nutzer direkt hinter das Steuer. Der Nutzer kann selbst im Rahmen unserer Innovation Analytics Engine mit den Innovationsdaten direkt arbeiten.

 

Simon: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen?

Lukas: Im Rahmen meiner Festanstellung in der Innovationsabteilung der Deutschen Post DHL. Ich habe den Bedarf nach einer Transparenz im Hinblick auf Trends, Technologien, Geschäftsmodell und Start-ups identifiziert. Dann habe ich mich selbständig gemacht und das erste Produkt in einer engen Zusammenarbeit mit Marco Hauprich (aktuell Senior Vice President Digital Labs, Deutsche Post DHL) konzipiert.

 

Simon: Was ist euer Geschäftsmodell?

Lukas: Wir übernehmen für unsere Kunden Teile des Start-up Engagement Prozesses oder den gesamten Prozess. Dieser beginnt bei der Durchführung eines Scoping Workshops zur gemeinsamen Erarbeitung der Ziele und Suchfelder. Ein weiterer Teil ist das Start-up (Innovation) Scouting. Hier suchen wir gezielt für unseren Kunden nach strategisch relevanten Start-ups und liefern ausführliche Analysen zur Kooperations-/ Investitionsanbahnung. Den gesamten Start-up Engagement Prozess begleiten wir mit weiteren Workshops und Beratungsleistungen, wie dem Start-up Engagement Workshop, in dem wir mit unseren Kunden unternehmensspezifische Strategien für die Zusammenarbeit mit Start-ups entwickeln. Mit unserer Software, an der wir aktuell arbeiten, werden wir diesen Prozess digitalisieren und Kunden über Zugangslizenzen bereitstellen.

 

Simon: Habt ihr ein Alleinstellungsmerkmal?

Lukas: Wir begleiten den gesamten Prozess softwaregestützt bis zur Zusammenarbeit mit Start-ups. Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, über den Browser – gemeinsam mit ihren Kollegen – mit den von uns gelieferten Daten zu arbeiten, sie anzureichern und Start-ups/ Geschäftsmodelle zu bewerten. Darüber hinaus haben wir Zugang zu über 100 Datenquellen, um auch Start-ups zu identifizieren, die aktuell noch unter dem Radar fliegen.

 

Simon: Wer sind eure Zielgruppen?

Lukas: Unsere Zielgruppe sind Großkonzerne und der Mittelstand. Diese Zielgruppe teilen wir weiter je nach Anwendungsfall und Einsatz der Information über Innovationen in Strategie-Abteilungen, Innovation-Abteilungen, Investment-Abteilungen und Acceleratoren/Inkubatoren auf. Wir unterstützen mit unserer Innovation Analytics Engine die Strategie-Abteilungen bei der Beobachtung von Trends und Technologien, inkl. einer qualitativen Evaluierung des Einflusses auf das Kerngeschäft. Innovations-Abteilungen und Acceleratoren/Inkubatoren setzen auf unsere Lösung zur Identifizierung von strategischen Technologie-Partnern für Innovationsprojekte oder eigener Start-up-Programme. Bei den Investment-Abteilungen sind wir ein Partner für die Commercial Due Dilligence, d. h. wir identifizieren für sie potenzielle Investment-Ziele und analysieren das Geschäftsmodell der Start-ups, deren Technologie sowie das Marktpotenzial.
Wir organisieren zweimal jährlich eine große internationale Konferenz für Innovation Manager aus ganz Europa. Hier treffen unsere aktuellen Kunden und Partner auf andere Innovation Manager und tauschen sich auf Augenhöhe aus. Information zu der nächste Konferenz sind unter www.corporatestartupsummit.com zu finden.

 

Simon: Wo liegt euer Markt?

Lukas: Unsere Kunden sind international tätige Unternehmen, meist mit Hauptsitz in Deutschland oder einem anderen EU-Land.

 

Simon: Passt ihr euer Produkt an den jeweiligen Kunden an?

Lukas: Alle unsere Produkte orientieren sich an dem von uns entwickelten Start-up Engagement Prozess. Im Rahmen des initialen Scoping Workshops, mit dem alle unsere Projekte beginnen, individualisieren wir sämtliche Produkte nach den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden.

 

Simon: Wie sieht euer Pricing aus?

Lukas: Das Pricing hinsichtlich des Start-up (Innovation) Scoutings ist von der Anzahl gesuchter Start-ups abhängig. Das Pricing der Workshops ist nach Anzahl der Teilnehmer standardisiert. Da es unser Ziel ist, unsere Kunden durch den gesamten Start-up Engagement Prozess zu unterstützen, von der Definition der Suchfelder bis hin zur Etablierung eines ersten gemeinsamen Projektes mit einem Start-up, bieten wir auch attraktive Gesamtpakete.

 

Simon: Wie sehen eure nächsten Schritte aus?

Lukas: Ende Q3, Anfang Q4 diesen Jahres werden wir die erste Version unserer Innovation Analytics Engine Plattform mit einem ersten strategischen Partner auf dem Markt bringen. Bis Ende des Jahres werden wir mindestens zwei weitere strategische Partnerschaften abschließen, u.a. auch mit einer Forschungseinrichtung.

 

Simon: Wie hilft euch der DIGITALHUB.de?

Lukas: Der Hub hat zum einen in unser Unternehmen investiert, zum anderen ermöglicht er uns den direkten Kontakt zu seinem Innovationsökosystem und Netzwerk, u.a. zu Partnern, Hochschulen, Großkonzernen. Dank des Netzwerks fällt es uns leicht, den richtigen Experten für einen Austausch zu finden.

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