Startup Interview HydroPlants

Urban Farm für zu Hause – Hydroplants im Interview

Das Start-up Hydroplants hat eine smarte und einfache urban Farm für den privaten Gebrauch zuhause entwickelt. Sie ermöglicht es Kunden ohne viel Aufwand, ohne Balkon oder Garten und das ganze Jahr über frische Kräuter anzubauen. Zusätzlich bietet Hydroplants die Möglichkeit, durch die Annahme kleiner Forschungsaufträge selbst aktiv zu werden und den hydroponischen Anbau als Ganzes weiterzuentwickeln. Denn Hydroplants sammelt während des Wachstumsprozesses Daten über die Pflanzen, welche mit einer intelligenten KI analysiert und ausgewertet werden kann. So können nicht nur die Ergebnisse des Einzelnen, sondern auch aller Nutzer und die Effizienz größerer Systeme verbessert werden.  

 

Wer seid ihr?

Wir sind Anton Henkelmann und Vincent Dittrich, zwei Studenten aus Bonn. Wir haben im November 2020 zusammen HydroPlants gegründet.

 

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Vincent ist zu Anton in die WG gezogen. Dort bekam er mit, wie Anton über den Winter Erdbeeren in einem hydroponischen System anpflanzte. Aus dem kleinen Versuch wurde schnell mehr, da beide sehr gerne kochen. Schon bald war das Badezimmer der WG zu einem kleinen Garten umfunktioniert der den gesamten Bedarf an Kräutern und Salat der WG decken konnte. Sehr zum Leidwesen der anderen Mitbewohner 😉

Den beiden ist aufgefallen, dass die Wenigsten (inklusive Vincent) nichts von der Hydroponik als Alternative zur traditionellen Landwirtschaft oder dem Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon wussten. Um das Wissen und diese Technik zu verbreiten und mehr Menschen die Chance zu geben, sie zu nutzen, entschieden die beiden sich dazu, ein kleines preiswertes und smartes System für ALLE zu entwickeln.

 

Was ist Euer Geschäftsmodell?

  1. Wir verkaufen unser System (den Plantfriend) und unsere Pflanzeinheiten (die Seedlings) an Privatkunden. Dieser kann dann ganz einfach anpflanzen. Durch die dazugehörige App behält der Kunde jederzeit den Überblick über seine Pflanzen und kann über die smarten LEDs sogar entscheiden, wie seine Pflanzen wachsen sollen. (Schnell, Kostengünstig oder besonders Nährstoffreich)
    Dabei kann der Nutzer gegen Rewards an Forschungsrunden teilnehmen (indem er z.B. seine Pflanze nach dem Ernten wiegt) So und über die eingebaute Sensorik können wir Daten über das Pflanzenwachstum sammeln und den Ertrag optimieren.
  2. Im zweiten Schritt wollen wir die Hydroponik als Ganzes weiter voranbringen. Denn wir werten diese Daten über die Pflanzen aus und nutzen sie um eine übergreifende Datenbank über den hydroponischen Anbau anzulegen. Diese Datenbank kann dann genutzt werden, um den Anbau in hydroponischen Systemen effizienter zu machen und unter anderem große Mengen Strom und Wasser zu sparen.

 

Was ist Euer USP? Was ist das Besondere an eurem Start-up?

Wir sind das erste Start-up, welches mit seiner Community zusammenarbeitet, um zu Forschen und eine nachhaltigere und effizientere Zukunft zu schaffen. 

 

Wer ist Eure Zielgruppe?

  1. Grundsätzlich ist unser System für alle geeignet, die gerne frische Kräuter essen. Besonders profitieren können Menschen in urbanen Gebieten, welche ohne Balkon oder Garten bisher keine Möglichkeit hatten frisch anzupflanzen.
  2. Im zweiten Schritt können wir unsere Datenauswertungen an alle entlang der hydroponischen Wertschöpfungskette verkaufen, um Ihre Systeme oder Einstellungen zu optimieren.

 

Welchen Markt habt Ihr anvisiert (regional, national, international)?

Wir können unsere Systeme sofort in ganz Europa verkaufen. Die Ergebnisse unserer Datenauswertungen sind gloabal für jeden hydroponischen Player interessant.

 

Wie sieht Euer Pricing aus?

Mit einem Preis von 199 € für den PlantFriend und 15 € für eine Seedling-Packung ist unser System sowohl in den Anschaffungskosten als auch in den laufenden Kosten preiswerter als andere. Zusätzlich bieten wir ein smarteres System an, welches die Möglichkeit bietet selbst Teil der hydroponischen Revolution zu sein.

 

Was sind Eure Pläne für die Zukunft?

Wir wollen das Wissen um die Hydroponik verbreiten und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben diese Technik zu nutzen. In Zukunft wollen wir den hydroponischen Sektor als Ganzes voranbringen und so die Umwelt schützen und mehr Leute ernähren als heute möglich.

 

Wie seid ihr eigentlich zum Hub gekommen und wie findet ihr diesen?

Uns wurde der Hub von einem Mitglied der Wirtschaftsjunioren empfohlen. Schon zuvor hatten wir mit dem Hub Kontakt und kannten seine Vorzüge und die Chancen, welche er eröffnen kann. Wir sind noch sehr frisch dabei und konnten uns daher noch keine fundierte Meinung bilden, doch was wir bisher gesehen haben, gefällt uns sehr gut.

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