Gemeinsam ein Start-up mit der Familie gründen

Gründen? Warum eigentlich nicht!

Auch du spielst ab und zu mit den Gedanken und stellst dir die Frage, ob du mit deiner innovativen Idee erfolgreich durchstarten kannst. Nein? Wir schon. 🙂 

Ein gemeinsames “Family-Startup“, in dem jedes Familienmitglied seine Expertise und Fachwissen mit einbezieht. Und das in den verschiedensten Branchen.

Start-up gemeinsam mit der Familie? Seid ihr verrückt?

Ja zugegeben, es mag für den einen oder anderen seltsam klingen. Wer will denn schon 24/7 die selben Gesichter sehen. Aber betrachten wir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive. Du bist in einer Familie aufgewachsen, in der erstens die Bildung, zweitens die Selbstständigkeit und drittens der Zusammenhalt sehr wichtig sind. Mit diesem Bewusstsein sieht man die Dinge natürlich anders. Dazu kommen die Erfahrungen der älteren Familienmitglieder. Mein Vater hat beispielsweise vor 30 Jahren gemeinsam mit meinem Onkel ein Lebensmittelgeschäft eröffnet. Was ist denn daran innovativ? Die meistens würden sagen:“gar nichts“. Stimmt auch. Aber die Tatsache, dass ein 25-jähriger Mann in ein fremdes Land einwandert, ohne die Sprache zu beherrschen, geschweige die Gesellschaft kennt, zeigt Potential eines Gründers.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung hat sich die Arbeitswelt rasant verändert. Innovative Start-ups rücken immer mehr in den Vordergrund und bieten zum Teil revolutionäre Lösungen an. Worüber wir uns bei fast jeder Gelegenheit mit unserem „Family-Startup“ Gedanken machen ist: unsere Geschäftsidee. Mit einem Gründerteam, das fast allen wichtigen Bereiche der Arbeitswelt vereint, erzielen wir einen perfekten Start in die Start-up-Szene. Doch was genau ist unser Ziel? Eine schlüsselfertige Anwendung soll idealerweise eine Lücke im Markt schließen. Den Part der Programmierung übernimmt die älteste Tochter. Denn sie ist angehende Informatikerin und hat auch viel interessantes programmiert. Als angehende Technikjournalismus/PR-Studentin übernehme ich sehr gerne die Verantwortung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Kombiniert mit den gesammelten Erfahrungen im (Content-)Marketing-Bereich ist – unserer Meinung nach –   sowohl die Kommunikation, als auch die Absatzförderung gut gesichert.

Wie kommt man eigentlich auf die Gedanken zu gründen? Sind wir abenteuerlustig?

Na ja, kann man so sagen. Der erste, aber auch ausschlaggebende Grund, weshalb sich Menschen für die Selbstständigkeit entscheiden, ist die Leidenschaft, die einen dazu bringt, das zu machen, was einem auch Spaß macht. Darüber hinaus besteht die Motivation darin, wichtige Entscheidungen und Arbeitseinteilungen selbst bestimmen zu können, also nach dem Motto „Be your own Chef“.

Mit der Selbstständigkeit hat man logischerweise flexible Arbeitszeiten und kann sich die Zeit nach Produktivität, Lust und Laune einteilen. Dieser Aspekt ist meines Erachtens sehr wichtig. Ich bin zum Beispiel nachtaktiv und kann nachts besser texten, als morgens um 7 Uhr 🙂

Natürlich spielt die finanzielle Unabhängigkeit auch eine wichtige Rolle. Schließlich steigt das Einkommen automatisch, wenn das Start-up erfolgreicher wird und sich im Markt etabliert.

Unsere Motivation, weshalb wir unbedingt ein Start-up beziehungsweise ein „Family-Startup“ gründen wollen ist, dass wir das Potential und die Dynamik in uns entdeckt haben und diese sinnvoll nutzen möchten. Natürlich gibt es auch persönliche Aspekte, die bei jedem Familienmitglied anders sind. Für den einen ist es beispielsweise wichtig, Mehrwert für Menschen zu schaffen, indem man deren Alltag erleichtert. Für den anderen ist es wichtig, die Innovation weiter voranzutreiben. Egal was der Beweggrund der Gründung ist, eines ist klar, wir wollen das machen, wofür wir brennen.

Was hindert dich daran?

Wer den Weg der Selbstständigkeit wagt, sollte auch wissen, dass die Gründung mit vielen Risiken verbunden ist. Schließlich hat eine Medaille zwei Seiten. Aus diesem Grund sollten mögliche Risiken vorher gründlich durchdacht und durch Gegenmaßnahmen vermieden werden.

Bei einer Gründung eines Start-ups geht der Gründer finanzielle Risiken ein. Deshalb sollte die Finanzplanung fehlerfrei und mit einem ausreichend großen finanziellen Polster begonnen werden. Förderprogramme, Gründerstipendien, Kredite und Start-up-Förderungen bieten zum Einstieg, aber auch im weiteren Verlauf in der Wachstumsphase, einen Rückhalt und zusätzliche Sicherung. Weiter ist die Wahl der Rechtsform äußerst wichtig. Im schlimmsten Fall kann eine persönliche Haftung des Gründers durch eine korrekt gewählte Rechtsform ausgeschlossen werden.

Jeder Mensch im Leben macht Fehler und trifft auch mal falsche Entscheidungen. Als Gründer sollte man diese vermeiden und sich um eine professionelle Unterstützung kümmern. Schon ab der Planungsphase bis hin zur Reifephase sollten Experten und Berater kontaktiert werden. Der Staat bietet zum Beispiel Beratungsförderung.

Ein weiterer Risikofaktor ist die Konkurrenz. Bereits vor der Gründung sollten die Konkurrenten analysiert, eine Marktforschung durchgeführt und die Zielgruppe erörtert werden. Sobald im Markt eine bessere und preisgünstigere Alternative existiert, wird sich die eigene Geschäftsidee nicht behaupten. Potentielle Kunden gehen verloren und das Interesse am Produkt beziehungsweise an der Dienstleistung sinkt. Damit das alles nicht passiert, sollten die ersten Schritte zur Gründung gut durchdacht werden. Der Businessplan hilft bei der Planung und Organisation, aber auch Risiken und Chancen zu überprüfen.

Und jetzt?

Aller Anfang ist schwer. Auch der Weg der erfolgreichen Gründung eines Start-ups. Wichtig ist, dass die Beweggründe der Existenzgründung nicht nur materielle sind. Denn wer mit Leib und Seele hinter seinem Business steht und das Ganze aus Leidenschaft macht, überwindet die Höhen und Tiefen im Geschäftsleben. Du bist motiviert und möchtest jetzt ein Start-up gründen? Hast aber keine konkreten Vorstellungen, womit du am besten anfangen sollst? Dann kann unsere neue Serie „Gründung eines Start-ups“ etwas für dich sein.

 

Aussagen des Autors geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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