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Branche: Gesundheitsbranche
Standort: Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
Unternehmensgröße: Rund 20 Mitarbeitende
Tätigkeitsfeld: Mobiles Sanitätshaus mit Fokus Lip- und Lymphödem
Das Unternehmen ist ein mobiles Sanitätshaus, das Menschen mit Lip- und Lymphödem bei ihrer Versorgung unterstützt. Das Unternehmen ist vor allem in Nordrhein-Westfalen tätig, betreut Kundinnen und Kunden aber auch in anderen Regionen Deutschlands.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Versorgung mit Flachstrick-Kompressionsstrümpfen. Als Dienstleister und Händler begleitet das Unternehmen den Beratungs- und Versorgungsprozess, hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die Herstellung oder Entwicklung der Produkte.
Wie lassen sich eine individuelle Versorgung und effiziente Prozesse miteinander verbinden?
In der täglichen Arbeit entstehen viele Aufgaben an den Schnittstellen zwischen Kundinnen und Kunden, Krankenkassen und dem Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise die Beratung, die Dokumentation und die Abstimmung im Versorgungsprozess.
Viele Informationen müssen mehrfach vermittelt oder bearbeitet werden. Das kostet Zeit und bindet personelle Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen.
Ziel war es deshalb, Möglichkeiten zu finden, die Abläufe transparenter und effizienter zu gestalten, den Informationsaustausch zu verbessern und das Team zu entlasten. Dabei sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden.
Um die Herausforderung besser zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln, haben wir mehrere Schritte durchlaufen:
Im Austausch wurde deutlich, dass neben der Optimierung interner Abläufe auch die Aufklärung von Patientinnen und Patienten ein wichtiger Ansatzpunkt ist.
Das Unternehmen möchte die Kompressionsversorgung weiterentwickeln und Versorgungsprozesse effizienter gestalten. Ein großer Teil der Beratungszeit entfällt darauf, wiederkehrende Fragen zu beantworten und ähnliche Abläufe immer wieder zu erklären. Hier könnte ein ergänzendes Informationsangebot helfen, Betroffene gezielt aufzuklären und das Team im Alltag zu entlasten.
Die gemeinsame Projektidee: eine Plattform für wissenschaftlich fundierte Informationen rund um Lip- und Lymphödem.
Auf einer solchen Plattform könnten Betroffene Antworten auf häufige Fragen finden und sich über aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung informieren. Wissenschaftliche Publikationen sollen dafür ausgewertet und verständlich aufbereitet werden, damit die Informationen auch ohne wissenschaftliche Vorkenntnisse zugänglich sind.
Darüber hinaus wurde diskutiert, eine Community einzubinden, die den Austausch zwischen Betroffenen, Wissenschaft und Versorgung ermöglicht. Als möglicher Anknüpfungspunkt wurde unter anderem ein thematisch passendes Start-up aus dem DigitalHub Accelerator betrachtet.
Auch die Gründung eines Vereins und die Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten wurden als mögliche Wege zur Umsetzung besprochen.
Damit ist zunächst eine Projektidee entstanden, die im nächsten Schritt weiter ausgearbeitet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden soll.
Die Idee soll zunächst konkretisiert und anschließend gemeinsam weiterentwickelt werden.
Die nächsten Schritte:
Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase. Die weitere Ausarbeitung und Abstimmung der nächsten Schritte wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Eine Herausforderung muss nicht immer direkt zur passenden Lösung führen – manchmal entsteht daraus eine ganz neue Projektidee.
Während des Matching-Prozesses hatte das Unternehmen Teile der ursprünglichen Fragestellung bereits selbst bearbeitet. Im Gespräch mit den Forschenden rückte deshalb ein anderes Thema in den Mittelpunkt: die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse für Menschen mit Lip- und Lymphödem verständlich und zugänglich gemacht werden können.
Aus dem Austausch entwickelte sich spontan eine erste Idee für eine gemeinsame Plattform.
Unser Learning: Auch wenn die ursprüngliche Fragestellung eines Unternehmens nicht unmittelbar zur Expertise der Forschenden passt, kann ein gemeinsamer Austausch wertvolle neue Ansätze hervorbringen. Entscheidend ist, offen für andere Perspektiven zu sein und gemeinsam nach passenden Anknüpfungspunkten zu suchen.
